Du bist noch Solo? Jetzt im Jugendblasorchester oder in der Bläserphilharmonie mitspielen!

Michael im Interview

#MBPerleben
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30.10.2024 – Konzert des Klarinettenensembles der Mannheimer Bläserphilharmonie

Du bist neu bei der MBP an der Trom- pete dabei, seit wann haben wir dich als Mitspieler in unseren Reihen?
Mein Probespiel war im Mai vergan- genen Jahres und in die Probenar- beit bin ich dann nach den Sommer- ferien für die Vorbereitungen auf das Nikolauskonzert eingestiegen.

Wie bist du auf unser Orchester aufmerksam geworden?
Ursprünglich bin ich beim Stöbern auf der Homepage des Trompeters Lothar Blüm wiederholt auf die Mannheimer Bläserphilharmonie gestoßen und habe mich dann schlussendlich getraut, das Orchester anzuschreiben.

Hast du schon in anderen Orchestern gespielt oder bist aktuell noch Mitglied?
Ich habe über dreißig Jahre in Lampertheim bei der katholischen Kirchenmusik gespielt und in verschiedenen Orchestern ausgeholfen, so zum Beispiel in Bensheim, Biblis, Ladenburg oder auch in verschiedenen Posaunenchören der Region. Wenige Jahre vor der Pandemie bin ich dann zur Bläserakademie Brühl gekommen, wo ich noch heute mitspiele. Dennoch hatte ich Lust, etwas Neues auszuprobieren.

Man kann dich also getrost als alten Haudegen bezeichnen, wenn man so hört, in wie vielen Ensembles du schon mitgespielt hast.
Ja, absolut! Über die Jahre habe ich schon in so einigen Formationen mitgewirkt und viele Konzerte gespielt, zum Beispiel begleitet von einem Organisten. Die Klangfarben eines so großen Orchesters wie hier sind dennoch etwas, was ich noch nicht erlebt habe.

Das ist dann auch vermutlich, was dir am gemeinsamen Musizieren in der MBP am meisten Spaß macht?
Ich finde es fantastisch, wie gemeinsam Klänge erzeugt werden, und ehrlicherweise könnte ich einfach die ganze Probe mit den anderen Musikerinnen und Musikern Tonleitern spielen. Wenn ich hier bin, dann bebt es förmlich in mir.

Und dann gibt es auch noch andere Elemente als Tonleitern und Akkorde, die hier in der Probe gespielt werden. Zum Beispiel rhythmische Figuren, die in unterschiedlichen Registern teils gegeneinander versetzt laufen. Richtig, das ist wirklich klasse. Und die Art, wie Miguel den Klang formt. In der Probe erklärt er seine Vorstellung und baut die Akkorde nach und nach auf. Man hört und versteht die Musik dann, schreibt es sich in die Noten und kann es beim folgenden Mal hoffentlich wieder abrufen. Das fasziniert mich hier.

Welchen Stellenwert nimmt Musik in deinem Alltag ein?
Musik hat einen sehr wichtigen Platz in meinem Leben, hat mir viel gegeben und mich in vielen Phasen meines Lebens begleitet. Es gab eine Zeit, in der ich aufhören wollte, Trompete zu spielen. Erst als ich später wieder anfing, habe ich gemerkt, was mir im Alltag fehlte. Besonders im letzten halben Jahr in diesem neuen Orchester ist mir das nochmals bewusst geworden.

Worauf können sich die Zuschauer am meisten in dieser Matinee freuen?
Mein Highlight ist der zweite Satz von Wine-Dark Sea von John Mackey, hier spürt man einen inneren Frieden. Bei den Stücken von Mackey war ich zunächst überrascht, als ich mir sie angehört habe. Ich dachte: „Wie kann man so etwas schreiben?“ Aber je mehr man sich mit den Werken auseinan- dersetzte, desto besser lernte man sie kennen und lieben.